Neu gegründete Stiftung fördert Chancengleichheit für Menschen jeglicher sexuellen Identität

  • Klares Bekenntnis zu vielfältigen Belegschaften als Erfolgsfaktor für Unternehmen
  • Aufklärung, Weiterbildung und Öffentlichkeitsarbeit als Maßnahmen
  • Engagement gegen Homo- und Transphobie am Arbeitsplatz

Heute, am 9. Januar, feierten acht deutsche Großunternehmen den Eintrag der PrOut@Work-Foundation ins Stiftungsregister. Ziel der gemeinsamen Stiftung von Accenture, BASF, Commerzbank, Deutsche Post DHL, Deutsche Telekom, IBM, SAP und White&Case ist es, Homo- und Transphobie in Unternehmen zu thematisieren und Maßnahmen zu entwickeln, die eine offene Unternehmenskultur fördern. Albert Kehrer, Mitinitiator und Vorstandsvorsitzender der Stiftung, erklärt: „Vor allem im Arbeitsleben gibt es in Deutschland immer noch Vorbehalte gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen sowie Trans- und Intersexuellen (LGBTIQ). Daher ist heute ein wichtiger Tag für Menschen jeglicher sexueller Identität: Nie zuvor haben Unternehmen in Deutschland ein so breites und öffentliches Bekenntnis für LGBTIQ-Mitarbeitende abgelegt.“

Sieben Jahre haben Engagierte ehrenamtlich an dem Vorhaben zu PrOut@Work gearbeitet. „Mit unserer Stiftung möchten wir den Nutzen von Vielfalt am Arbeitsplatz aufzeigen und dafür sorgen, dass Chancengleichheit für LGBTIQ-Mitarbeitende in Unternehmen erreicht wird“, so Kehrer. Als Maßnahmen plant PrOut@Work neben Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit Weiterbildungen und Konferenzen für LGBTIQ-Mitarbeiternetzwerke anzubieten. Des Weiteren möchte sich die Stiftung mit anderen Organisationen zusammentun, um sich gemeinsam für den Abbau von Homo- und Transphobie am Arbeitsplatz zu engagieren.

Rahmenbedingungen zur Entfaltung des vollen Leistungspotenzials schaffen

„Wir sind von der Notwendigkeit und vom Mehrwert dieser Stiftung absolut überzeugt“, sagt Albert Reicherzer, Bereichsvorstand Human Resources der Commerzbank AG, als Vertreter eines der stiftenden Unternehmen. „In der Commerzbank ist die Akzeptanz und Gleichstellung homosexueller Mitarbeiter schon seit vielen Jahren fester Bestandteil der Personalarbeit. Dafür sind wir auch schon mehrfach ausgezeichnet worden. Mit der neugegründeten Stiftung können wir dazu beitragen, die Rahmenbedingungen auch unternehmensübergreifend weiter zu verbessern“, so Reicherzer.

Die Idee zu PrOut@Work entwickelten die Initiatoren der Stiftung, Albert Kehrer und
Jean-Luc Vey, bereits im Jahr 2005. Beide leiteten damals schwul-lesbische Mitarbeiternetzwerke in großen Unternehmen und waren von der Notwendigkeit eines unternehmensübergreifenden Austauschs überzeugt. Heute fördern immer mehr Unternehmen solche Netzwerke und entwickeln eigene Aktivitäten im Rahmen ihres Diversity-Managements. „Diese Unternehmen haben erkannt, dass Teams mit heterogener Zusammensetzung innovative Ergebnisse hervorbringen, die den Anforderungen immer vielfältigerer Kundenkreise entsprechen. Wir möchten mit unserer Stiftung dazu beitragen, dass in den Organisationen ein wertschätzendes Klima für alle Mitarbeitenden existiert, um vielfältige Teams zu ermöglichen. Somit tragen wir zum Unternehmenserfolg bei“, betont Kehrer.

Selbstständige Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in München

Die PrOut@Work-Foundation ist eine selbständige Stiftung bürgerlichen Rechts. Satzungsgemäß setzt sie sich für die Chancengleichheit von Menschen jeglicher sexuellen Orientierung, geschlechtlichen Identität und geschlechtlichen Ausdrucks am Arbeitsplatz ein. Über verschiedene Bildungsprojekte möchte sie einen Beitrag zum Abbau von Homophobie im Arbeitsleben leisten. Albert Kehrer und Jean-Luc Vey bilden gemeinsam den ersten Stiftungsvorstand. Im Beirat sitzen die stiftenden Unternehmen. Die Stiftung hat Ihren Sitz in München.